Startseite Leitfaden Widerruf Kontakt

Kupfer an zwei Stellen der Signalkette


Zwei körpereigene Enzyme sind auf Kupfer als Cofaktor angewiesen, wenn Nervenzellen ihre chemischen Botenstoffe herstellen. Die EU hat dazu eine gesundheitsbezogene Angabe zum Nervensystem geprüft und zugelassen.

Zum Leitfaden

Chemie zwischen zwei Nervenzellen

Wenn eine Nervenzelle mit der nächsten kommuniziert, reicht das elektrische Signal allein nicht aus. Am Ende der Faser muss aus diesem Signal eine chemische Botschaft werden — ein Molekül, das freigesetzt wird, die Empfängerzelle erreicht und dort eine Antwort auslöst. Bevor ein solches Molekül diese Aufgabe übernehmen kann, muss es jedoch oft erst in seine endgültige, wirksame Form gebracht werden.

Genau an diesem letzten Schritt der Herstellung sind mehrere körpereigene Enzyme beteiligt, und einige von ihnen benötigen ein Metall als festen Bestandteil ihres aktiven Zentrums, um überhaupt arbeiten zu können. Kupfer gehört zu diesen Metallen. Auf Basis wissenschaftlicher Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat die EU-Kommission dazu eine eigenständige Angabe zum Nervensystem zugelassen.

Pollucitaro geht auf dieser Seite und im Leitfaden zwei konkreten Enzymen nach, die diese Kupferabhängigkeit veranschaulichen, und ordnet ein, was der zugelassene Wortlaut tatsächlich aussagt — und was nicht.


PAM: die letzte Station vor dem aktiven Botenstoff

Viele Neuropeptide — kleine, aus Aminosäuren aufgebaute Botenstoffe des Nervensystems — verlassen die Zelle zunächst als Vorstufe, die an ihrem Ende ein zusätzliches Glycin trägt. In dieser Form binden sie kaum oder gar nicht an ihren Rezeptor. Erst ein Enzym namens Peptidylglycin-α-amidierende Monooxygenase, kurz PAM, macht aus der Vorstufe den fertigen, wirksamen Botenstoff.

01

Eine Vorstufe mit einem überzähligen Baustein

Das Vorläufermolekül trägt an seinem Ende ein Glycin, das für die eigentliche Wirkung noch im Weg steht.

02

Zwei Kupferionen im aktiven Zentrum

Der erste Teil des Enzyms, die PHM-Untereinheit, trägt zwei einzelne Kupferionen. Zusammen mit Sauerstoff und Ascorbinsäure hydroxylieren sie das endständige Glycin des Vorläufers.

03

Ein zweiter Schritt ohne Kupfer schließt den Vorgang ab

Ein angrenzender Enzymteil, die PAL-Untereinheit, trennt das hydroxylierte Stück ab. Zurück bleibt das Peptid mit einer Amidgruppe am Ende — die Form, die viele Rezeptoren für eine Bindung erwarten.

EFSA-Kennung 267 / 1723

„Kupfer trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei“

Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012

Warum ausgerechnet Kupfer diese Rolle übernimmt

PAM steht nicht allein: Ein verwandtes Enzym, die Dopamin-β-Hydroxylase, arbeitet in bestimmten Nervenzellen an einer anderen Umwandlung, folgt dabei aber demselben chemischen Grundprinzip. Beide gehören zur Gruppe der kupferabhängigen Monooxygenasen — Enzyme, die ein Sauerstoffatom gezielt auf ein Substrat übertragen.

Was beide Enzyme dabei brauchen, ist ein Metall, das seine Ladung leicht ändern kann. Kupfer liegt je nach Situation als Cu¹⁺ oder als Cu²⁺ vor und kann dadurch einzelne Elektronen aufnehmen oder abgeben — genau der Schritt, den eine Monooxygenase-Reaktion an ihrem Metallzentrum benötigt. Andere Mineralien, die vor allem eine strukturelle Aufgabe erfüllen, bringen diese Eigenschaft in dieser Form nicht mit.


Cu

Kupfer

Kupfer ist ein Spurenelement, das der Körper nur in geringer Menge benötigt, aber nicht selbst herstellen kann. Es muss regelmäßig über die Nahrung ankommen. Ein Teil davon wird in Enzyme wie die PAM eingebaut, die auf die beschriebene Weise an der normalen Funktion des Nervensystems beteiligt sind.

„Kupfer trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei“

Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012


Pollucitaro Leitfaden

Ein einmaliger Kauf, ein digitales Dokument — ohne Abonnement und ohne wiederkehrende Kosten.

49,00 € inkl. MwSt.

Einmaliger Zugang · Digitales Informationsprodukt


Gesundheitshinweis

Die Inhalte dieser Webseite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine medizinische Beratung dar. Eine Untersuchung, Diagnose oder Behandlung durch eine approbierte Ärztin oder einen approbierten Arzt wird durch diese Seite an keiner Stelle vorgenommen oder vorweggenommen; bei körperlichen Beschwerden gehört die Einordnung in fachkundige Hände. Ein Nahrungsergänzungsmittel liefert einen zusätzlichen Beitrag, ist jedoch kein Baustein, der eine vielfältige Ernährung oder einen insgesamt geordneten Alltag aufwiegen kann. Die angegebene empfohlene Tagesmenge sollte nicht überschritten werden. Außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren.

Werbeplattformen und Anbieter

Sie erreichen diese Seite möglicherweise über eine Anzeige auf einer Plattform von Google LLC oder YouTube LLC. Das ist eine gewöhnliche Buchung im jeweiligen Werbenetzwerk und begründet für sich genommen keine inhaltliche Prüfung durch diese Unternehmen: Weder Google LLC noch YouTube LLC noch deren Mutterkonzern Alphabet Inc. haben die Inhalte dieser Seite verfasst, freigegeben oder empfehlen sie. Die Bezeichnungen Google und YouTube sind Kennzeichen der jeweiligen Rechteinhaber und werden hier ausschließlich zur Beschreibung des Buchungswegs genannt.


Rückmeldung erbeten

Die E-Mail-Adresse sieht nicht vollständig aus.

Sie erreichen uns ebenso ohne Formular, direkt per E-Mail: [email protected]